Spatenstich: Der Umbau des Werth zum „Kulturteppich Barmen“ offiziell gestartet

Spatenstich Werth-Umbau.

Spatenstich Werth-Umbau. Foto: omkmedia

Am 18. September 2025 hat die Stadt Wuppertal gemeinsam mit vielen Partner*innen den offiziellen Spatenstich für die Neugestaltung des Werth gesetzt – den Startschuss für eine moderne, barrierefreie und lebendige Fußgängerzone.
Zahlreiche Gäste verfolgten die Veranstaltung auf dem Werth, die von BarmenUrban im Auftrag der Stadt Wuppertal organisiert wurde.

 

Interviews statt Reden

Anstelle klassischer Grußworte erlebten die Besucher*innen zwei lebendige Interviewrunden, die von Nina Bossy moderiert wurden:

Ersten Runde: Politik, Planung und Bau

Oberbürgermeister Uwe Schneidewind betonte, dass der Umbau des Werth ein zentrales Zukunftsprojekt für die ganze Stadt sei:

„Der Umbau des Werth zu einer lebendigen Fußgängerzone in Barmen markiert einen wichtigen Schritt für die Lebensqualität unserer Stadt. Mit dem Spatenstich setzen wir ein klares Zeichen für eine attraktive Innenstadt. Ich freue mich auf die kommende Bauphase, auf engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie auf eine Blütezeit für Handel, Kultur und Spielräume – im Sinne eines modernen und nachhaltigen Barmer Zentrums.““

Interview-Runde 1

Interview-Runde 1. Foto: omkmedia

Auch Baudezernent Gunnar Ohrndorf und Bezirksbürgermeister Hans-Hermann Lücke stellten die städtebaulichen und gesellschaftlichen Chancen heraus. Gemeinsam mit Vertreter*innen der Baufirma Leonhards und dem Planungsbüro Greenbox gaben sie Einblicke in Gestaltung und Bauablauf.

Zweite Runde: Private Akteure 

Mathias Wewer (ISG-Vorsitzender und Juwelier in Barmen), Paul-Gerhard Sinn (Betreiber des gemeinwesenorientierten Café Prio und Immobilieneigentümer auf dem Werth) sowie Ariane Dehghan von der Kunsthalle Barmen/Kulturnetzwerk Barmen freuten sich über den lange erwarteten Start der Baumaßnahmen, für den sich insbesondere die ISG schon seit längerem eingesetzt hat.

Interview-Runde 2.

Interview-Runde 2. Foto: omkmedia

Sie betonten die durch die Erneuerung des Werth entstehenden verbesserten Rahmenbedingungen für Gastronomie und Einzelhandel. Die hohe Aufenthaltsqualität und verbesserte Nutzbarkeit des Werth sowie die Bedeutung der Kultur als Standort- und Imagefaktor werden dazu beitragen, den Stadtteil weiter aufzuwerten.

Thomas Helbig von der ISG kündigte zudem an, dass die ISG eine „Zeitkapsel“ in die Straße einbauen will – mit aktuellen Plänen, Zeitungsausschnitten usw. –, sodass spätere Generationen Zeugnisse unserer Zeit finden, wenn die Straße in x Jahren erneut umgebaut werden sollte.

Baustellenzeit als gemeinsame Chance für Barmen

Mit Beginn der Bauarbeiten wird der Werth abschnittsweise umgestaltet. BarmenUrban begleitet den Prozess mit einem Baustellenmarketing unter dem Motto Werthsteigerung“.  Anwohner*innen, Immobilieneigentümer*innen, Händler*innen und Besucher*innen werden regelmäßig informiert und zu Aktionen eingeladen, die Barmer Innenstadt auch während der Bauphase lebendig zu halten.

Martin Vöcks von BarmenUrban bedankt sich bei allen Beteiligten und lädt dazu ein, die Umbauphase und die Zeit danach als gemeinsame Chance für Barmen zu nutzen. Zusammen mit der ISG Barmen und der IG Barmen sowie mit den städtischen Akteuren will BarmenUrban Immobilieneigentümer*innen sowie Akteure aus Handel, Gastronomie und Kultur dazu motivieren, ihrerseits in die Erneuerung der Barmer Innenstadt zu investieren. Dazu bietet BarmenUrban eine Reihe an Unterstützungsangeboten.

„Nur durch die gemeinsame Anstrengung aller kann die Erneuerung der Barmer Innenstadt gelingen: durch die Erneuerung der Gebäude, durch die Schaffung interessanter und nachfragegerechter Angebote für die Kundschaft sowie durch spannende Kulturangebote für alle Bevölkerungsteile.“

Kultureller Auftakt und Rahmenprogramm

Dörte aus Heckinghausen

Dörte aus Heckinghausen. Foto: omkmedia

Zum Auftakt der Veranstaltung sang die beliebte Dörte aus Heckinghausen ihre Barmen-Hymne – begleitet vom Maskottchen Tuffi, das als Sympathieträger für den Stadtteil bei der Veranstaltung nicht fehlen durfte.

Tanzendes Paar

Tanzfabrik Wuppertal. Foto: omkmedia

Für das weitere kulturelle Rahmenprogramm sorgten weitere VertreterInnen des Kulturnetzwerk Barmen:

Ein Paar der Tanzfabrik Wuppertal zeigte eine gelungene Tanzeinlage.

Und Alexander Strack von der Bergischen Musikschule sorgte für eine musikalische Untermalung auf dem Barmer Farb~Flügel.

 

Ein KULTUR TEPPICH für alle

Die Fußgängerzone vom Alten Markt bis zum Kugelbrunnen wird mit einem durchgehenden, hochwertigen Pflaster, neuer Beleuchtung, mehr Grün und Sitzgelegenheiten ausgestattet.

Ziel der Umgestaltung ist eine ertüchtigte Infrastruktur, eine verbesserte Starkregenvorsorge und ein barrierefreier Zugang für Menschen mit Handicap – alles umgesetzt mit hohem gestalterischem Anspruch. Es werden 9.100 m² hochwertiges Betonsteinpflaster verlegt, das durch seine Verlegeform an ein Teppichmuster und damit an die textile Industriegeschichte Wuppertals erinnert. Taktile Leitsysteme, Oberflächenentwässerung, neues Stadtmobiliar und Stadtgrün formen den neuen Werth. In den Abendstunden präsentiert der Werth einen stimmungsvollen „Lightwalk“. Hierzu wird eine eigens entwickelte Licht- und Soundgestaltung realisiert.

Die Musterfläche soll in rund sechs Wochen fertig sein. Passt alles, wird auf dem Werth weitergearbeitet – parallel an bis zu vier Teilflächen. Bis ca. Ende 2026 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Der Werth wird im Ergebnis neben seiner Funktion als Einkaufsmeile auch zum „KULTUR TEPPICH BARMEN“, zu einer „Innenstadtbühne“, die Raum für Straßenkunst, Kulturveranstaltungen und Nachbarschaftsaktionen bietet.

Die Gesamtkosten für Bauarbeiten und baubegleitende Archäologie belaufen sich derzeit auf rund 7,3 Millionen Euro. Anwohner und Fußgänger bleiben während der Arbeiten sicher geführt. Anlieger können weiterhin die Gebäudezugänge nutzen. Die Einschränkungen für Gewerbetreibende sollen so gering wie möglich ausfallen. Geschäfte, die ausschließlich über den Werth bedient werden, erhalten Liefermöglichkeiten über den Platz am Werther Brunnen.

Die Neugestaltung des Werth ist Teilprojekt des ISEK Barmen und wird zu 80 % mit Bundes-/ Landesmitteln aus der Städtebauförderung im Rahmen des Programms „Lebendige Zentren“ unterstützt.

Mehr Infos zum Baufortschritt

Aktuelle Meldungen, Hintergründe und Termine gibt’s auf werthsteigerung.de, über unseren Newsletter und direkt bei BarmenUrban.

Bilder, Video und Reel vom Spatenstich

Einladungsplakat Spatenstich
WERTHSteigerung_Plakat_A3_Spatenstich_4c_RZ
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Quelle: eigener Text unter Verwendung der Pressemitteilung der Stadt Wuppertal. Alle Fotos: © omkmedia

 

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