„Kultur macht stark“: Bundesweites Förderprogramm für mehr Teilhabe
Das Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) stellt seit 2023 und noch bis 2027 250 Millionen Euro für kulturelle Bildungsprojekte bereit.
Ziel des Programms ist es, Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 18 Jahren – insbesondere jenen mit eingeschränktem Zugang zu kulturellen Angeboten – außerschulische Bildungs- und Kulturprojekte zu ermöglichen. Dabei sind nahezu alle Kulturformen abgedeckt: von Theater und Tanz über bildende Kunst bis hin zu digitalen Medien oder Zirkus.
Ein zentrales Strukturmerkmal des Programms ist die Zusammenarbeit in sogenannten „Bündnissen für Bildung“. Mindestens drei lokale Partner – beispielsweise Schulen, Kultureinrichtungen oder soziale Träger – schließen sich zusammen, um gemeinsam ein Projekt zu planen und umzusetzen. Über 27 bundesweit tätige Programmpartner (Verbände, Stiftungen, Kulturorganisationen) fungieren als Förderer und steuern jeweils eigene Förderkonzepte bei.

Kinder und Jugendliche sind die Zielgruppe von „Kultur macht stark“ (Foto: Guido Mengelberg)
Die Förderung deckt projektbezogene Kosten vollständig ab – etwa Honorare für Künstler:innen, Sachmittel, Verpflegung, Leihmaterialien oder Fahrtkosten. Eine Eigenbeteiligung in Form von Geld ist nicht zwingend nötig: Bündnispartner können stattdessen unbare Leistungen einbringen. Nach Projektabschluss wird zudem eine Verwaltungspauschale gezahlt.
Auch der Kinderschutz ist im Programm ein wichtiges Thema: So fand im Januar 2025 eine digitale Informationsveranstaltung statt, um Akteur:innen über kinderschutzrelevante Aspekte in Kultur-Bildungsprojekten zu sensibilisieren.
Ein Beispiel für ein Teilprogramm ist „Wir können Kunst“, das vom BBK Bundesverband getragen wird. Hier werden Kunstprojekte für Kinder und Jugendliche gefördert, bei denen ausgebildete bildende Künstler:innen mit jungen Menschen arbeiten, die ansonsten wenig Zugang zu Kunst haben.
Warum ist das Programm wichtig?
- Chancengerechtigkeit: Kultur wird nicht nur für die „Elite“ gefördert – das Programm richtet sich explizit an Kinder und Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Verhältnissen.
- Vielfalt: Durch die große Bandbreite an förderfähigen Kulturbereichen eröffnet „Kultur macht stark“ kreative Freiräume und fördert unterschiedlichste Ausdrucksformen.
- Gemeinschaft & Partnerschaft: Die Bündnisstruktur stärkt die lokale Vernetzung von Kultur, Bildung und sozialem Engagement.
- Nachhaltigkeit: Die Förderung läuft langfristig (2023–2027), was Projekte mit nachhaltiger Wirkung ermöglicht – nicht nur kurzfristige Events.
Weiterführende Informationen:
Mehr Details zu Programmstruktur, Antragsverfahren, Fristen und Förderkonzepten finden Sie auf der offiziellen Website von Kultur macht stark:
Kultur macht stark – Offizielle Website
Kultur macht stark – Programmübersicht bis 2027
Bei Interesse sprechen Sie gerne auch unseren „Quartiersmanager Kultur“ Frank Manfrahs an (frank.manfrahs@barmen-urban.de). Im Rahmen der Barmer Kulturnetzwerkarbeit können wir Sie zum Beispiel bei der Suche nach Projektpartnern unterstützen.






