Concordia-Haus am Werth: Neue Eigentümer, erste Schritte an Läden und Fassaden
Seit dem 1. September 2026 gehört das denkmalgeschützte Gebäudeensemble den Wuppertaler Projektentwicklern Robert Düssel und Ulrich Volmer. Die Gesellschaft Concordia bleibt im Haus.

Concordia-Direktor Michael Schmidt-Russnak (links) mit den neuen Eigentümern Ulrich Volmer (Mitte) und Robert Düssel (rechts). Foto: Düssel & Volmer Immobilien
Wer bleibt
Die 1801 gegründete Gesellschaft Concordia bleibt nach Angaben der neuen Eigentümer langfristig mit ihren Sälen im Haus. Laut Westdeutscher Zeitung bleiben auch das WSW-Kundencenter und die Gaststätte „Donaustuben“ als Bestandsmieter erhalten.Ausgangslage
Nach Angaben der Investoren stehen rund zwei Drittel der Nutzfläche leer. Zudem gibt es einen erheblichen Sanierungsstau, und der Denkmalschutz setzt bei jedem Eingriff Rahmenbedingungen. Die Eigentümer wollen das Haus langfristig halten und nicht kurzfristig weiterverkaufen. Robert Düssel sagt: „Das Gebäude gehört zu Barmen, und es soll wieder komplett genutzt werden.“Erste Schritte: Ladenlokale und Fassaden
Zuerst sollen die Ladenlokale und die Fassaden angegangen werden. Für die Ladenflächen suchen die Eigentümer ab sofort Nutzer. Interessenten können sie nach eigenen Angaben jederzeit ansprechen.Das ehemalige Kinocenter „Fita-Palast“
Der Teil mit rund 3.000 Quadratmetern war von 1948 bis 1998 das größte Kino Barmens. Es hatte 1.400 Plätze und entstand aus den beiden großen Gesellschaftssälen der Concordia. Seit der Schließung wartet dieser Bereich auf eine neue Aufgabe. Es gibt konkrete Nutzungsideen in Richtung Kultur und öffentliche Nutzung. Festgelegt ist noch nichts, die Planung steht am Anfang. Vor der Veröffentlichung von Details wollen die Eigentümer zunächst die Lokalpolitik einbinden.Einordnung für die Barmer Innenstadt
Laut Mitteilung der Eigentümer fügt sich die Entwicklung in die Ziele des ISEK Barmen ein. Mit der Wiederbelebung von Obergeschossen und Ladenlokalen soll zusätzliche Frequenz in die Fußgängerzone Werth kommen. Vor dem Haus entsteht mit dem Kulturteppich Barmen der neu gestaltete Werth. Die Eigentümer suchen dazu das Gespräch mit der Stadt, der ISG Barmen-Werth und BarmenUrban. Die Stadt Wuppertal sieht in dem Schritt eine große Chance für den gesamten Stadtteil. Nach ihrer Mitteilung plant der Investor, das Objekt zügig zu entwickeln. Oberbürgermeisterin Miriam Scherff sagte:„Der Kauf der Concordia gibt unserer Barmer Innenstadt einen wichtigen Impuls für die Zukunft.“ Miriam Scherff, Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal (Pressemitteilung vom 15.09.2026)Positiv äußerten sich laut WZ auch die Wuppertaler Wirtschaftsförderung sowie der Barmer Bezirksbürgermeister und sein Stellvertreter.
Zur Geschichte
Das Gesellschaftshaus am Johannes-Rau-Platz ersetzte 1898–1900 einen Vorgängerbau von 1816–1818. Es wurde am 17. Februar 1900 eingeweiht und nach der Zerstörung im Mai 1943 vereinfacht wieder aufgebaut.Quellen
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- Stadt Wuppertal, Presseamt (15.09.2026): Neuer Impuls für Barmen: Düssel und Vollmer kauft die Concordia
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- Wuppertaler Rundschau (15.09.2026): „Düssel und Vollmer“ kauft die Barmer Concordia
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- Konii (16.09.2026): Concordia-Haus am Werth in Wuppertal hat neue Eigentümer – Brockhoff vermittelt
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- Rüth, K.; Romanowski, B. (16.09.2026): Neues Leben für das Concordia-Haus. Westdeutsche Zeitung, Lokalteil Wuppertal, S. 15
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- Zur Geschichte: Wikipedia, Gesellschaftshaus Concordia; wuppertal-barmen.com (18.02.2010)






